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RECHTS- UND WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTLICHE FAKULTÄT

Lehrstuhl für Medizinmanagement und Versorgungsforschung – Kommissarische Leitung: Prof. Dr. Martin Emmert

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Lehre

Unser Portfolio in der Lehre besteht aus ständig aktualisierten und interdisziplinär angelegten Veranstaltungen, die darauf ausgerichtet sind, die Studierenden optimal auf Führungspositionen in Wissenschaft, Krankenversicherungen, Verbänden und Unternehmen der Gesundheitswirtschaft vorzubereiten. Der hohe Transformationsdruck im Gesundheitssystem bedingt in diesem Zusammenhang eine ständige Anpassung des Lehrportfolios.

Dem wurde in den letzten Jahren beispielsweise durch die Entwicklung von Lehrveranstaltungen zu Geschäftsmodellen Rechnung getragen. Die Veranstaltungen zu den Geschäftsmodellen zielen darauf ab, bestehende Geschäftsmodelle analytisch zu durchdringen. Gleichzeitig wird aufgezeigt wie neue, z.B. digitale Geschäftsmodelle, zusammengesetzt werden können. Des Weiteren widmen wir uns dem regulatorischen Rahmen, der das deutsche Gesundheitssystem maßgeblich steuert und immer weitreichender in die Versorgung eingreift. Zum einen bieten wir einen strukturierten Einblick in das geltende Gesundheitsrecht (Gesamtüberblick, PKV, GKV, Schwerpunkt SGB V) und stellen ausgewählte Komponenten in den Kontext der jeweiligen gesundheitsökonomischen Auswirkungen.

Zum anderen widmen wir uns unter Anwendung einer prozessorientierten Perspektive und im Sinne der Regulierungsgestaltung der Gesundheitspolitik. Spezifische Aspekte der Legislative und Exekutive, Interessenvertretungen, Verbände auf deutscher und europäischer Ebene sowie Global Health nehmen ebenso wie wissenschaftliche Zugänge thematische Schwerpunkte ein. Dadurch werden Zusammenhänge zwischen Systemtransformation, Regulierungen und Auswirkungen auf Leistungserbringer sowie deren Versorgungs- und Geschäftsmodelle aufgezeigt. Gesundheitspolitische Entscheidungen sollten sowohl gesundheitsökonomisch als auch epidemiologisch gestützt sein. Daher wird der Epidemiologie, welche sich mit der Häufigkeit und Verteilung von Krankheiten beschäftigt, in unserem Portfolio anhand der Vermittlung methodisch-analytische Kenntnisse Rechnung getragen.

Darüber hinaus können sich interessierte Studierende im Bachelorabschnitt Grundlagenwissen im Bereich der Pharmakoökonomie aneignen und im Masterstudium über eine englischsprachige Vorlesung gezielt weiterentwickeln. Neben den für Arzneimittel spezifischen gesundheitsökonomischen Evaluierungsansätzen, werden die Bedeutung klinischer Forschung als Grundlage ebenso integriert wie Methoden zur Erfassung des medizinischen Behandlungserfolges aus Patientensicht, die unter dem Begriff Patient-reported outcomes (PROs) zusammengefasst werden und den vom Patienten wahrgenommen Nutzen messbar machen. PROs sind mittlerweile als valide Indikatoren für den Behandlungserfolg anerkannt.

Des Weiteren werden Kenntnisse zu pharmakologischen, pharmazeutischen Grundlagen vermittelt. Dabei wird ausgehend von niedermolekularen Wirkstoffen das Spektrum bis zu komplexen Zell- und Gentherapien (z.B. CAR-T bzw. CRISPR/Cas) abgehandelt. Da medizinische Versorgungsleistungen gesetzlichen Regulierungen unterliegen, spielen die Grundzüge des Gesundheitsrechts mit Ausrichtung auf Sozialversicherungsgesetze eine übergeordnete Rolle. Der gesundheitsökonomische Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von Grundkenntnissen der Epidemiologie und Biostatistik, um nachfolgend medizinische Entscheidungsprozesse den Studierenden näher zu bringen. Die Entwicklung und Umsetzung von Innovationen in der Praxis zur Verbesserung der medizinischen Versorgung werden in der Lehre durch Einblicke in verschiedene Geschäftsmodelle veranschaulicht. Darüber hinaus soll den Studierenden Grundlagenwissen im Bereich der Pharmakoökonomie vermittelt werden, um die in dieser Branche verbundenen Translationsprozesse verstehen zu können.



Bitte beachten Sie auch folgende weiterführenden Informationen:

Hier finden Sie unsere aktuellen Lehrveranstaltungen.

Hier finden Sie weiterführende Informationen zu den Abschlussarbeiten.


Verantwortlich für die Redaktion: Lena Schinner

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